Das ist immer noch das Land

Gedichte

Das ist immer noch das Land
Aufleuchtender Dörfer
Im Mosaik der Felder.
Aus den roten Dächern
Über Fachwerkgiebeln
Ragen immer noch unverzagt
Die Türme der Kirchen.
Hinterm Ortsschild weidet das Vieh
Auf schäumigen Wiesen.
Umrahmt von dunstigen Wäldern
Zwischen den rollenden Hügeln
Überzogen mit Schlehen
Kennen die Dörfer die Stille
Beim Einatmen der Jahreszeiten.
Ihre holpernden Gassen
Ausatmen Erinnerung an
Sonnige Kindertage
An währende Momente
Kostbar unvertakteter Zeit.

Die Dörfer sind der Ursprung des Landes
Sind Seelenknoten seiner Topographie
Sind ausblutendes Netz aus Traditionen
Und sich leise verlierender Funktion – –

Das ist immer noch das Land
Aufleuchtender Dörfer
(Im Mosaik der Felder)
Um die ich meine Hände
Wenn ich könnte
Sachte schützend lege.

Text & Foto Sandra Blume, September 2017

 

Bernshäuser Kutte

Fotos

Immer und immer zieht es mich zum Wasser. Zu Flüssen, Teichen und verwunschenen Seen. Fünfzig Meter tief ist der Erdfallsee Bernshäuser Kutte in der thüringischen Rhön. Sein Wasser ist wie Seide und darüber liegt eine eigenartige Lautlosigkeit. Kein zulaufender Bach plätschert und vom stürmischen Wind des Tages erreicht nur eine sachte Brise das Wasser im stillen Krater.

DAS GEDICHTblog : Das flüchtige Schöne einfangen

Gedichte

Für eine neue Netz-Anthologie macht sich das Online-Forum der Zeitschrift DAS GEDICHT, http://www.dasgedichtblog.de, auf die Suche nach dem Schönen. Über Jahrhunderte war die Kunst auch eine Instanz der Ästhethik. Seit längerem aber herrscht die Scheu vor einer Makellosigkeit der Oberfläche im modernen Kunstbetrieb. Welcher Künstler im 21. Jahrhundert möchte schon dem Verdacht ausgesetzt sein, seine…

über Letzte Erinnerung: Einreichungen zur neuen Netz-Anthologie »Dem Schönen abgelauscht« bis 31. Mai — DAS GEDICHT blog

Liebe Schreibende hier auf WordPress – ich freue mich, wenn ihr Euch beteiligt! Bin gespannt auf Eure Texte!

Liebe Grüße Sandra Blume

Großer Hörselberg

Fotos

Beinebaumeln über der Abbruchkante. Spielzeugklein die Dörfer im Flickenteppich der Weiden und Felder, bewaldete Hügelketten, die sich wie ein grünes Meer in der Ferne verlieren. Mückenmyriaden schwirrend im letzten Licht. Im Wald ist schon Stille. Das Westhorn des Großen Hörselberges liegt verlassen und friedlich in der Abendsonne.
Wie ein riesiger Altar erhebt sich der steinerne Buckel aus dem lieblichen Hörseltal. In früheren Tagen vollkommen kahl, von unzähligen Karstspalten und Öffnungen durchzogen, durch die der Wind schauerlich tönend brauste, war der Berg den Menschen unheimlich. Im Glauben der alten Germanen stürmte in rauen Nächten Gottvater Wotans Heer der toten Seelen aus dem Hörselloch zur „Wilden Jagd“. Auch seine Gattin Hulda hauste im Glauben der alten Hörsel- und Nessetalbewohner im Hörselberg. Aus der Göttin der Fruchtbarkeit, der Beschützerin der Saaten und des Grüns, der Quellen und der Häuser, die Holunder und Wacholder ihren Namen gab, wurde später die bettenschüttelnde Frau Holle der Brüder Grimm. Und die irisch-schottischen Mönche, die die Ur-Thüringer zum Christentum bekehrten, machten aus der alten Hulda-Holle die Teufelin Venus, die ehrbare christliche Ritter mit ihren Reizen in tiefste Verdammnis trieb…

Beinebaumeln über der Abbruchkante. Märchenhafter Hörselberg.
Manchmal sind die spontanen Eingebungen die besten, auch wenn man das Teleobjektiv daheim liegen hat.

PS: Den Text habe ich teilweise geklaut. Allerdings bei mir selber. Aus dem Buch „Die Wartburgregion – Entdeckungsreisen“ von 2015 😉
Text & Fotos: Sandra Blume

Licht

Gedichte

Rotwild unterm Regen
An den fransigen Rändern
Bracher Felder
Die dunkel vor Nässe
Im farbverlorenen Land
Aufglänzen

Dahinter kein Horizont
Die Welt in Auflösung
An allen Kanten

Dann dieser Moment:
Da bist du
Reines Licht
Das wie Sonne
Durch ein Glas Wasser fällt
Und bunte Schatten wirft
Aus einer Tiefe

Für einen Moment
Der lichtlosen Zeit
Entrissen
Ausgeleuchtet vom Glück

Während friedlich das Wild äst
Im nicht endenden Regen

Text & Foto: S.Blume

Montagsrettung am Mittwoch mit meinem Gedicht „Sein Herz“

Hörgedichte

Ich bin ein wenig zu spät dran. Das liegt an Weihnachten und an diesem ganzen Konglomerat von Terminen und Aufgaben und zu erledigenden Dingen vorab. Und so kommt es, dass ich glatt am Montag vergaß, diesen Beitrag zu teilen. Was besonders sträflich ist, weil ich diesen Montag auf DAS GEDICHT-Blog mit einem meiner eigenen Texte retten durfte. Euch viel Freude beim Hören und dazu Zeit und Muße!

Der Montag ist der unbeliebteste Tag der Woche. Für die meisten Deutschen zumindest. Der Montagsblues ist viel besungen und beschrieben – und tatsächlich kommen viele am Montag noch schlechter aus dem Bett als an anderen Tagen. Montags gibt’s die meisten Krankmeldungen, Unfälle und Herzinfarkte, sogar E-Mails sollen montags mehr Schreibfehler enthalten. Höchste Zeit also, Gegenmaßnahmen…

über Lyrik rettet den Montag – Folge 6: Sein Herz — DAS GEDICHT blog

Montagsrettung mit betendem Elefant

Hörgedichte

Der Montag ist der unbeliebteste Tag der Woche. Für die meisten Deutschen zumindest. Der Montagsblues ist viel besungen und beschrieben – und tatsächlich kommen viele am Montag noch schlechter aus dem Bett als an anderen Tagen. Montags gibt’s die meisten Krankmeldungen, Unfälle und Herzinfarkte, sogar E-Mails sollen montags mehr Schreibfehler enthalten. Höchste Zeit also, Gegenmaßnahmen…

über Lyrik rettet den Montag – Folge 5: Morgenandacht — DAS GEDICHT blog

Flüsternde Bojen – Montagsrettung //3

Hörgedichte

Den Montag heute mit einem Gedicht von Anton G. Leitner auf DAS GEDICHT-Blog gerettet. Also hoffe ich jedenfalls 😉

Der Montag ist der unbeliebteste Tag der Woche. Für die meisten Deutschen zumindest. Der Montagsblues ist viel besungen und beschrieben – und tatsächlich kommen viele am Montag noch schlechter aus dem Bett als an anderen Tagen. Montags gibt’s die meisten Krankmeldungen, Unfälle und Herzinfarkte, sogar E-Mails sollen montags mehr Schreibfehler enthalten. Höchste Zeit also, Gegenmaßnahmen…

über Lyrik rettet den Montag – Folge 3: Die Bojen flüstern — DAS GEDICHT blog