Erste Mahd

Gedichte

Zwischen Himmel und Acker
steht flatternd
die Lerche im Blau.
Ihr Jubelgesang rührt dich an.

Wenn auf den wüchsigen Wiesen
noch goldgelber Hahnenfuß leuchtet,
ruft er dir langhelle Tage auf,
die träge sind von großer Hitze
und Reife duften aus dem hohen Gras.

Du erinnerst Sternschnuppennächte
Rotwein, Küsse, Gelächter…

Verheißungsvoll kündigt im Mai
dir alles den Sommer an.
Sehnsüchtig erwarteter, glückseliger Sommer …

Wie viele hast du noch?
Das Verleibende in Sommern gezählt,
ergibt eine allzu überschaubare Zahl.

Bette dich unter den Lerchenhimmel,
belausche die Gräser beim Wachsen
und zähle die Blüten des Hahnenfuß.
Unten im Dorf beginnt schon
die erste Mahd.

Text & Foto: Sandra Blume, Mai 2017

7 Gedanken zu “Erste Mahd

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s