Vom Fallen

Gedichte

Sieh, wie sacht die Blätter fallen.
Leise taumeln sie herab.
Hier das eine, dort das andre
Löst sich von den lichten Bäumen
Ohne jedes Zögern ab.

Lass dich langsam mit mir fallen.
Kleider rascheln welkes Laub.
Herbstgold liegt auf deinen Haaren
Und auf meiner blassen Haut.

Wenn der frühe Abend einfällt
Mit dem wispernd kalten Wind
Und mit seinen langen Schatten,
Lass uns Feuer machen
In den Öfen
Bis wir helle Flammen sind.

©Poeta 2015

5 Gedanken zu “Vom Fallen

  1. Hallo liebe Poeta,
    dein “ Verwurzelt“ geht mir nicht mehr aus dem Kopf! Schöner kann man Heimat nicht beschreiben.
    Mach weiter so!
    Liebe Grüße
    Quisille

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    1. Oh, lieben Dank Dir. Das Gedicht „Verwurzelt“ ist auf eine ganz besondere Weise entstanden: ich habe einen Dichter getroffen und ihm von meinem Leben erzählt, davon wie verwachsen ich mit den Hügeln bin und dass meine Seele im dichten Unterholz des Waldes wohnt – und er hat mir geschrieben, ich solle unbedingt aus diesem Brief an ihn ein Gedicht machen. Und so ist „Verwurzelt“ entstanden.

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    1. Wie schön, liebe Silbia, dass Du heute wieder bei mir zu Gast bist! Ich bin nun nach langer, anstrengender Reise vom südlichsten Süden wieder in der Landesmitte und vor dem geliebten Kaminofen angelangt. Ich freue mich jetzt noch auf ein Lesestündchen – auch in Deinem Blog. Komm Du einstweilen gut durch die Nacht!

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  2. Sitzend auf der Randkante meines Herzens bleibe ich nach der Lektüre deiner Texte an die „weiße Rose“ tief berührt zurück. So können nur Dichterinnen lieben. Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens – hat Rilke den gleichen Moment beschrieben, aber der war in seinem tiefsten Inneren auch Dichterin ;-). Deine Berichte von der Randkante des Herzens, von der man schwindelnd, wohlig schaudernd hinabblickt und weiß, dass man fällt, machen Lust darauf, sich einmal wieder noch zu verlieben. Aber der Aufprall…. (ich hätte Dir das gern auch als Kommentar auf Deine Seite geschrieben, aber unter den Rosen-Texten kann man nur unter Veröffentlichung der Mail kommentieren – zumindest stellt es sich so dar).

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