Vom Zauber der Namen

Gedichte

Ich mag, wie du meinen Namen
durch die Nacht sendest.
Wie du ihn eintippst am Tage
und losschickst, aller Erklärungen bloß.
Und ich lese ihn wie ein Rufen,
das fragt, ob ich noch da bin.
Oder wie ein Erstaunen –
sich vergewissernd, dass es mich gibt.
Wenn du ihn schreibst, wird er klangvoll.
Wie ein exotisch fernes Land,
das zu entdecken es sich lohnt.
Mein schlichter Name klingt
– von dir gesendet –
wie eine Zauberformel,
die Wünsche wahr macht oder Prinzen schickt.

Doch meine Haut ist dünn
wie ein zu oft benutztes Tuch vom vielen Waschen.
Und meine Vorsicht größer noch als jeder Wunsch.

Die Worte aber sind Magie, wie auch die Namen.
Mit einem Wort fing alles an
und wurde Licht.

 

©Poeta 2016

4 Gedanken zu “Vom Zauber der Namen

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