Wie ein kleiner dunkler Fächer flattern ihre Wimpern,
wehren sich noch gegen Nacht und Schlaf.
Weiches Licht wirft lange Schatten,
müde schmiegt sie sich in meinen Arm.
Mit der Fingerspitze streich ich sachte ihr die Haare aus der Stirn,
fahr entlang der kleinen Nase und zurück bis an ihr Ohr.
Draußen singen alte Pappeln, in der Ferne bellt ein Hund.
Und ich atme leise, leise – goldnes Haar an meinem Mund.
Nichts duftet besser auf der Welt…
„Streichel mir den Rücken, Mama!“
Und ich steige mit den Fingern wirbelabwärts,
wie auf einer Treppe, die für kleine Elfen scheint.
Ich umkreise zarte Schulterblätter,
so spitz, als würden nächstens Flügel wachsen.
Die schmalen Rippen unter honigweicher Haut –
ihr kleiner Leib ist so verletzlich…
„Mama“, sagt sie, „von allen Menschen,
die ich ohnehin schon hundert Mal lieber habe als den Rest,
habe ich dich am allerliebsten.
Mindestens dreiunddreißig Mal mehr.“
Und ich fließe über vor Liebe.
©Poeta 2016
So schön
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Was will man mehr, als DIESE Liebe?!!!
Ein wunderschönes Gedicht – zum dahinfließen!
Mit lieben Grüßen,
Michael
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Ja, das habe ich gestern Abend genauso auch empfunden. Wie schön, dass es gut bei Dir angekommen ist!
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Dieses Wachsen meintest du bestimmt auch, nicht wahr?
Solche momente kann man nur genießen! 🙂
Liebe Grüße,
Silbia
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Ja. Alles. Das Liebste, die Wörter und hoffentlich bald wieder das Liebe Grün.
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Hach, wie schön. Da hast du magische Verse für ein magisches Erlebnis gefunden. Doppelt magisch sozusagen. 🙂
Lieben Gruß.
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Danke Dir sehr! Es ist magisch und es ist Liebe. Meine größte. Für immer. Und dass, obwohl niemand mich mehr zur Weißglut bringen kann, als dieses kleine, blonde Engelchen 😉
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