Ein Tag, der am Fluss beginnt

Fotos, Miniaturen

Wenn der Tag anbricht, muss man unten am Fluss sein. Sein Wasser träumt keine Träume, wünscht keine Wünsche. Es fließt. Gemächlich. Unaufhörlich. Und Nebel tanzen darüber hin. Nun kann alles werden. Alles ist möglich an einem Tag, der am Fluss beginnt.

(Fotos: Sandra Blume/Poeta – die Bilder sind unbearbeitet. Es sah genauso aus heute morgen an der Werra)

8 Gedanken zu “Ein Tag, der am Fluss beginnt

  1. …habe bei Deinen Worten an „das heilig-nüchterne Wasser“ von Hölderin aus dem Gedicht „Hälfte des Lebens“ gedacht – eines der schönsten und treffendsten Bilder, die ich kenne, und es taucht in den Worten wieder auf.

    Gefällt 3 Personen

    1. Wie treffend: heilig-nüchtern… Ich kannte das Gedicht noch nicht (Schande über mich). Aber es ist großartig:

      Mit gelben Birnen hänget
      Und voll mit wilden Rosen
      Das Land in den See,
      Ihr holden Schwäne,
      Und trunken von Küssen
      Tunkt ihr das Haupt
      Ins heilignüchterne Wasser.

      Weh mir, wo nehm ich, wenn
      Es Winter ist, die Blumen, und wo
      Den Sonnenschein,
      Und Schatten der Erde?
      Die Mauern stehn
      Sprachlos und kalt, im Winde
      Klirren die Fahnen.

      Gefällt 1 Person

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